Umweltfreundliche Ernährung

Forscher haben einen Ernährungsplan entwickelt, der nicht nur Zivilisationskrankheiten vorbeugen kann, sondern auch die Ressourcen unseres Planeten schont.

„Planetare Gesundheit“

Kürzlich wurde eine Studie in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht. Den Artikel, der die Details beschreibt, findet ihr im Business Insider: „Forscher haben einen Ernährungsplan entwickelt, der jährlich mehr als 11 Millionen Leben retten könnte“.
Laut diesem Plan, „Planetare Gesundheit“ genannt, sollte jeder seinen Konsum an Gemüse, Nüssen, Obst und Hülsenfrüchten verdoppeln und nur noch die Hälfte der Menge an Fleisch und Zucker essen.
Dies korreliert mit meinen Empfehlungen, wobei ich beim Zucker weiterhin empfehle, diesen für einen gesunden Stoffwechsel Schritt für Schritt gänzlich wegzulassen.

Gesundheitlicher Aspekt

Jährlich sterben fast 12 Millionen Menschen frühzeitig an Folgeerkrankungen verursacht durch einen ungesunden Lebensstil – vor allem wegen falscher Ernährung und Bewegungsmangel.
Eine kohlenhydratlastige Ernährung mit Industrienahrung, also die sogenannte „Westliche Diät“ fördert alle Zivilisationskrankheiten, wie Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme, Gehirnerkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit, Gelenkprobleme usw. Ein langfristig falscher Konsum belastet die Gesundheit mehr, als unsicherer Sex, Alkohol, Drogen sowie Tabakkonsum zusammen und fordert mehr Todesopfer!

Umweltaspekt

Dieser Ernährungsplan macht es möglich die Treibhausgasemission zu senken und gleichzeitig Land und Wasser umweltfreundlich zu nutzen. Dadurch wird auch die Biodiversität gefördert – also das Gegenteil der heutigen Entwicklung, wobei ausschließlich Monokulturen geschaffen werden.

Bis 2050 muss unser Planet eine wachsende Bevölkerung von 10 Milliarden Menschen ernähren. Dies wird mit unserem heutigen Konsum gänzlich unmöglich sein. Wir müssen unsere Essgewohnheiten drastisch umwandeln um die Bevölkerung langfristig mit gesundem und nachhaltigem Essen versorgen zu können.

Dramatische Änderungen sind nötig! Heute schon leiden 800 Millionen Menschen Hunger, während noch mehr sich ungesund ernähren, krank werden und frühzeitig an den Folgen sterben.

Derzeit essen die Nordamerikaner mehr als sechsmal so viel rotes Fleisch wie maximal empfohlen, während die Menschen in Südasien nur die Hälfte davon zu sich nehmen.
Die Auswirkungen des Fleischkonsums kannst du in meinem Beitrag: „Weniger Fleisch – nicht nur für deine Gesundheit gut“ nachlesen.

Die vorgeschlagene Ernährung erlaubt Flexibilität für verschiedene Landwirtschaften, kulturelle Traditionen und Ernährungspräferenzen wie Vegetarismus oder Veganismus.

Die Studie

37 Wissenschaftler aus 16 Ländern waren an der Studie beteiligt. Sie sind gemeinsam zum Schluss gekommen, dass wir unseren Konsum von Nüssen, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten verdoppeln sollten. In meiner Rezeptsammlung findest du zahlreiche Rezepte mit diesen Zutaten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es den Fleisch- und Zuckerkonsum einzuschränken. Diese Ziele sind nicht leicht zu erreichen, für die Zukunft der Menschen und der Erde allerdings unerlässlich. Die Originalstudie findest du unter: „Food Planet Health“.

Fazit

Bisher wurden die Auswirkungen von schlechter Ernährung sowohl auf unsere Gesundheit als auch auf unsere Umwelt weit unterschätzt. Daran müssen wir schnellstens ändern!

Wir müssen unsere Verbindung mit der Natur wieder aufbauen. „Wenn wir auf eine Weise essen können, die sowohl für unseren Planeten als auch für unseren Körper gut ist, wird das natürliche Gleichgewicht der Ressourcen des Planeten wiederhergestellt. Die Natur, die verschwindet, ist der Schlüssel zum Überleben des Menschen und der Erde.“ – betont Richard Horton, Chefredakteur von „The Lancet“.

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